New York, Weltmetropole und Heimat vieler Stars, bekannter Sehenswürdigkeiten und Shows. Von etlichen geliebt, von vielen bewundert und definitiv von allen bestaunt.
Wir kamen nachmittags am Flughafen Newark an. Hier passierte das, was jeder nach einem Flug fürchtet. Wir warteten am Gepäckband und warteten und warteten. Schon bald waren wir die einzigen, die noch warteten und kurze Zeit später stoppte das Band.

Mein Koffer fehlte.

Im ersten Moment dachte ich mir: „Shit happens“, und ich fand es nicht sonderlich schlimm. In Gedanken überlegte ich mir schon, was ich alles Neues shoppen musste. 😉 Doch dann fiel uns auf, dass ja damit auch all meine Medikamente weg waren.
Die gegen die Schmerzen, die manchmal kommen.
Die gegen die Übelkeit, die mich ab und zu überfällt.
Die für mein Herz, damit mein Herz normal schlägt.
Die Tabletten, die den letzten Versuch bilden, das Tumorwachstum zu verlangsamen.
Das war nun widerum nicht so toll. Kurze Zeit später erfuhren wir dann, dass gerade diese Medikamente für das Verschwinden meines Koffers verantwortlich waren. Im hinteren Bereich stand er dann. Wir waren froh und der Koffer bestimmt auch. Kritisch prüfte ich den Zustand des Gepäckstückes. Das Schloss war aufgebrochen, doch ansonsten schien alles in Ordnung zu sein. Auch meine Medikamentensammlung war noch vollständig. Zum Glück! 🙂

Mit dem Taxi ging es zu unserem Hotel, welches sich in unmittelbarer Nähe zum Times Square befindet.
An dieser Stelle möchte ich erst einmal ein riesiges Dankeschön aussprechen:
Ein Dankeschön an eine namhafte Hotelkette, die uns mit vollem Eifer unterstützt und uns bereits in San Francisco, New York und jetzt auch in Miami umsorgt und alles daran setzt, dass dieser Trip einfach unvergesslich wird! Zauberhafte Zimmer, unglaubliche Ausblicke und sehr engagiertes und liebenswertes Personal versüßen uns jeden einzelnen Tag. Auch der Kommentar der Aufzugsstimme „preferred Guest Floor“ zaubert uns immer wieder ein Lächeln ins Gesicht.DSC02193
Das Taxi wurschtelte sich durch den Verkehr und ich staunte. Zu meiner Schande und wahrscheinlich von vielen unverstanden muss ich gestehen, dass ich nicht vor Freude staunte, sondern vor Schock. Die Straßen waren unfassbar voll, überall Autos. Wirklich. Überall. Obwohl wir uns nicht einmal in der Rush Hour befanden. Der Lärm überwog und wir waren mehr am Stehen als am Fahren. Mein erster recht negativer Eindruck der Stadt revidierte sich auch in den kommenden Tagen nicht. Wenn die Leute „New York“ hören, denken viele an die Freiheitsstatur, das Empire State Building, die Brooklyn Bridge oder den Central Park. Ich denke an unfassbaren Lärm, Gestank, viele Autos und noch mehr Menschen. Bei Tag sowie bei Nacht!

DSC01926Ich fühlte mich gleich zu Beginn nicht sehr wohl und war zugleich enttäuscht von mir selbst, hatte ich mich doch so auf New York gefreut. Ich empfand Unverständnis für al jene, die so begeistert von dieser reizüberfluteten Stadt sind. Aber jeder ist anders und jeder empfindet andere Sachen als interessant und toll. So soll es ja auch sein! 🙂

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Wir schlenderten oder vielmehr hetzten durch die Straßen, getrieben von den anderen Menschen, welche anscheinend alle über die Möglichkeit verfügen, ihre Umwelt komplett auszuschalten und die Worte „Aufmerksamkeit“ und „Höflichkeit“ ebenfalls gleich mit aus ihrem Vokabular entfernt haben. Ich möchte damit niemandem zu nahe treten und auf keinen Fall pauschalisieren. Es ist lediglich ein Eindruck, den ich in den wenigen Tagen dort gewonnen habe.

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Wir sahen den Times Square, Chinatown und Little Italy und organisierten uns erneut eine Fahrt auf einem der vielen Sightseeingbusse und verschafften uns so einen besseren Überblick.

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Wir fuhren mit einer Fähre und erkundeten vom Wasser aus den Financial District, Ellis Island und die Freiheitsstatur, die wesentlich weniger monumental ist als angenommen.

DSC02024DSC02045DSC02059DSC02054 Wir schwebten mit einer Gondel über den East River und probierten sämtliche der vielen Essensketten aus.

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Höhepunkte waren definitiv das beeindruckende Museum am Ground Zero,…

DSC02076DSC02064DSC02072DSC02089 eine romantische Kutschfahrt durch den Central Park…

DSC02126DSC02162DSC02142…und das gemütliche Verweilen in eben diesem.

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Noch dazu der atemberaubende Ausblick vom Rockefeller Center während des Sonnenuntergangs. Auch hier ein riesiges Dankeschön an unsere Organisatorin und Sponserin für diesen wirklich tollen Moment! 😀 Es war fantastisch.

DSC02253DSC02271DSC02304DSC02282 Atemberaubend war aber auch unser Besuch auf dem Broadway. Von einem bunten Aladdinplakat angelacht machten wir uns auf dem Weg zum Ticketverkauf.

DSC01898 Die Shows waren bis Ende Juli ausgebucht, doch wie durch ein Zufall gab es genau am nächsten Tag noch 2x Karten, da die Kartenbesitzer abgesprungen waren!
Wir waren bereits in König der Löwen und einigen anderen Musicals in Deutschland, aber dieses Musical toppt alles. Das Talent, mit dem die Akteure schauspielten, sangen und tanzten und welch Charme sie dabei verbreiteten, war einfach nicht mit unseren bisherigen Erfahrungen zu vergleichen. Mit funkelnden Kinderaugen, einem Honigkuchenpferdlächeln und tollen Ohrwürmern verließen wir das eindrucksvolle Theater am Broadway nach knapp 3x Stunden Vorstellung.

Unangefochtene Nummer eins war jedoch der erneute Mückenangriff auf Patrick. Er wurde während eines kurzen Nickerchens insgesamt 9x gestochen – und das im 50. Stock eines Hotels. Seinen Blick, nachdem das durstige Tier sich direkt neben seinem Kopf heroisch in die Lüfte begab, werde ich nie vergessen. Armer Patrick… 😦

Miami zur Hochsaison der Mücken wird bestimmt (nicht) lustig. Dieses Mal werde ich die Kamera aber immer im Anschlag haben um diesen Blick festzuhalten 😛

Ja, New York ist nicht so meine Stadt gewesen…aber es war trotzdessen eine schöne Zeit mit vielen neuen Eindrücken!

DSC02003Wir schicken die wunderschönsten Grüße über den großen Ozean und hoffen, dass es allen Daheimgeblieben gut geht 🙂