Ein wundervoller Tag ging viel zu schnell zu Ende. Endlich ging es mir besser und endlich konnten wir Kaua’i so genießen, wie man es genießen sollte. Das Wetter an unserem letzten Tag war direkt zu Beginn traumhaft und vor Energie nur so strotzend ging es früh am Morgen auf Abenteuertour.

Ein bisschen sauer war ich ja schon; da waren wir schon zwei Wochen im Paradies und dann zieht mir diese heimtückische Krankheit doch wieder einen Strich durch die Rechnung.

In diesem Zuge möchte ich mich erst noch einmal bei allen bedanken, die mir diese Reise ermöglicht haben. Ich bin immer noch so überwältigt!:D Und auch ein großes Danke an alle, die mir hier schreiben. Gerade in Momenten, in denen die Kraft fehlt, die Kraft zum positiven Denken und die körperliche Kraft, ist es unglaublich schön, solch liebe Zeilen zu lesen oder andere Geschichten mitzubekommen.

Zurück zur Abenteuertour:
Da die Sonne uns so ins Gesicht lachte, hatten wir gar keine andere Wahl als mit zu lachen. Der Frust der letzten Tage war schnell verflogen.
Ausgestattet mit den schicksten Sonnenhüten, die wir finden konnten, schwangen wir uns voller Vorfreude in das Doppelkajak, welches wir uns kurz zuvor gemietet hatten. Über eine Rampe wurden wir ins Wasser befördert. Lustig begann ich los zu paddeln und kapitulierte nach drei relativ rhythmischen Schlägen. Patrick musste die ganze Arbeit übernehmen. Zu meiner Verteidigung sei aber gesagt, dass es auch anfangs gegen die Strömung ging 😉DSC00976DSC00960
Ich beschäftigte mich mit der Bewunderung der Natur, grüßte freundlich entgegenkommenden Paddlern – für den kurzen Moment schwang ich natürlich auch meine Paddel, der Schein musste ja schließlich gewahrt werden -und kommentierte hier und da wie warm es doch sei. Währenddessen mühte sich Patrick für ein Vorankommen ab und sah in der knallen Sonne schon bald aus, als hätte er sich ein erfrischendes Bad im kühlen Flusswasser gegönnt.DSC00967
Nach etwa 1,5 Meilen hatten wir genug vom Fluss und drehten das Kajak gekonnt um. Mit der Strömung war unser nächstes Ziel der weite Ozean. Enthusiastisch begann auch ich jetzt wieder zu paddeln. Es ging nun erstaunlich gut und machte auch erstaunlich Spaß. Wir gewannen an Fahrt und wurden immer schneller, bis plötzlich nichts mehr ging. Wir waren auf einer Sandbank aufgelaufen und kamen weder vor noch zurück.
Nachdem wir uns freigekämpft hatten, erreichten wir auch den Ozean und steuerten zunächst den erstbesten Strand an. Lange hielten wir es hier jedoch nicht aus, da uns ein recht starker Wind in regelmäßigen Abständen ein nicht wirklich angenehmes Sandpeeling bescherte.DSC00983 Wir sprangen also nur ins kühle Nass, plantschten ein wenig herum und hieften uns wieder in das Kajak. Wir fuhren die Küste entlang und bewunderten das Korallenriff unter uns. Die Wellen schwappten teilweise über die Bordwand und bescherten uns genügend Abkühlung.DSC00993DSC00977
Ich hatte gerade den Fotoapparat in die wasserdichte Tasche zurück getan, als es plötzlich passierte. Die Welle war gar nicht hoch und doch kam das Kajak in eine gefährliche Schräglage. Ein kurzes Quieken, das Kajak drehte sich komplett auf den Kopf und wir trieben beide im Wasser. Alles passierte so schnell, dass wir keine Zeit zum Reagieren hatten. Das Korallenriff unter uns war das Glück im Unglück, sodass wir uns leichter ins Kayak wuchten konnten. Ich machte den Anfang und saß schnell wieder auf meinem Platz. Als ich mich zu Patrick umdrehte, war dieser schon gut zehn Meter von mir entfernt, die Strömung war doch stärker als gedacht. Wir kamen wieder zueinander und merkten rasch, dass ich mich bei Patricks Versuchen aufs Kajak zurück zu gelangen, nicht im Kajak halten konnte. Mürrisch hüpfte ich, dieses Mal freiwillig, zurück ins Wasser und wartete bis Patrick wieder saß. Dann schickte ich mich an, wenig elegant, zurück auf meinen Platz zu kommen. Was für ein Schauspiel für die Urlauber, die sich an dem Strand parallel zu uns die Sonne auf den Bauch strahlen ließen.
Alles wieder an seinem Platz, ging es im Gleichschritt zurück zum Kajakverleih. Auf dem Weg dorthin stellten wir fest, dass sich zu unseren Mückenstichen (Patrick hat mittlerweile 39x Stück, ich 12x) nun auch einige blutende Schürfwunden durch die Korallenriffe dazugesellt hatten. Was ein Anblick!DSC00995

Als Belohnung gönnten wir uns ein Shave Ice – Eisbrocken, die in verschiedene Geschmacksrichtungen getunkt werden. Wir entschieden uns für den Regenbogen.DSC01019DSC01025

Danach machten wir uns auf die vergebliche Suche nach einer Kokosnuss, diesmal zum Essen und nicht zum Trinken. An jeder Ecke fand man einen Stand, an welchem man eben diese trinken konnte. Doch das Fleisch, so wie man es auch in unserem Rewe findet, blieb uns verwehrt. Letztlich bekamen wir dann doch eine Nuss geöffnet, doch der Inhalt war gruselig.DSC01010 Die Konsistenz war eher glibberig und der Geschmack enttäuschend. Da lob ich mir doch die gute alte Rewe Kokosnuss! 😀DSC00881

Wir fuhren erneut zum Strand um ein letztes Mal das Schauspiel des Sonnenuntergangs zu bewundern.DSC00925DSC00932 Unseren letzten Abend auf Kaua’i verbrachten wir dann in einem nahegelegenen Restaurant mit leckerem Essen, untermalt mit hawaiianischer Live-Musik, Hulatänzerinnen und einer Feuershow.DSC01037DSC01072DSC01080DSC01086

Mahalo an eine tolle Insel und unglaublich freundlichen Menschen!

Um der Natur etwas zurückzugeben und Dankeschön zu sagen, haben wir eine Pflanze im Garten unserer Unterkunft gepflanzt (danke übrigens für diese tolle Idee!). Ich hoffe, dass sie schnell groß wird und so prächtig blüht wie sie nur blühen kann!

 

So die Theorie:DSC01104

So die Wirklichkeit: 😛DSC01103DSC01108